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Projekt: Nationalmuseum Ras al-Khaimah

Projekt: Nationalmuseum Ras al-Khaimah
Vereinigte Arabische Emirate
Putz- und Mauerwerkssanierung, Substanzsicherung
Datum: März 1995 - November 1996
Bearbeitung: Christian Ewald, Dipl.-Ing. (FH) Architekt
in Zusammenarbeit mit Jahn International, Kleve
Auftraggeber: Seine Hoheit der Scheich von Ras al-Khaimah

Im Zusammenhang mit der Konservierung der Ausgrabungen an Sheba's Palace (März 1995) ergibt sich eine Begehung des alten Forts von Ras al-Khaimah. Das im späten 18./ frühen 19. Jahrhundert als Wohnhaus des damaligen Scheichs erbaute Fort beherbergt heute das Nationalmuseum des Emirats.

Ende der 80ger Jahre wird der Gebäudekomplex, der in seiner Grundsubstanz bis heute erhalten ist, umfassend gesichert, instandgesetzt und restauriert. Kurz nach Fertigstellung der Restaurierungsarbeiten zeigen sich erneut erhebliche bauliche Probleme. An den Außenwandflächen ist der Putz in weiten Teilen zerstört, Feuchtigkeitsflecken sowie ausblühende Salze verweisen auf die Ursache der Schäden.

Der gleiche Zerstörungsvorgang ist im Gebäudeinneren sichtbar. Auch hier sanden Wandputze ab beziehungsweise sind völlig zerstört. Neben den Putzflächen sind auch konstruktive Bauteile (aufgehendes Mauerwerk, hölzerne Dachkonstruktion) von den Schäden betroffen.

Nach einer detaillierten Untersuchung von Putz und Mauerwerk auf bauschädliche Stoffe, entwickelt die Firma "Jahn International" (Kleve, Deutschland) speziell auf das Schadensbild abgestimmte Fugmörtel und Sanierputze. Diese werden auf einer 40 qm großen Probefläche aufgebracht. Ende 1996 wird die Fläche erneut begutachtet. Die gewonnenen Erkenntnisse aus den Analysen bilden eine wichtige Grundlage bei der Abstimmung der weiteren Maßnahmen.

In Absprache mit dem damaligen deutschen Generalkonsul Joachim Düster soll diese beispielhafte Untersuchung als Pilotprojekt für weitere Restaurierungsmaßnahmen an den Kulturgütern der sieben Emirate behandelt werden.



Nationalmuseum


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